Wie Regierungen aus Rückzügen Entscheidungen, aus Engpässen Störungen und aus Niederlagen Neuausrichtungen machen, und warum das keine Lügen im engeren Sinn sind, sondern Sprachherrschaft
Ein Meinungsbeitrag von Dirk Ellerbrock.
Es gibt im Krieg eine besonders elegante Form der Propaganda: Man muss die Realität gar nicht leugnen. Es genügt, sie umzubenennen. Ein Rückzug wird zur „strategischen Neuausrichtung“, ein verlorener Stützpunkt zur „bewussten Entscheidung“, eine angezapfte Ölreserve zu einem „Tausch“. Dieser Text hat eine einzige These, und ich nenne sie gleich zu Beginn: Die Umbenennung ist kein Ausrutscher der Kommunikationsabteilung, sondern ein Werkzeug der Macht. Sie soll nicht die Tatsachen verändern, denn die lassen sich nicht verändern, sondern die Frage, die man an die Tatsachen stellt.
Den Anlass liefert ein Gespräch zweier Männer, die den Apparat von innen kennen: Larry Johnson, früher Analyst beim amerikanischen Auslandsgeheimdienst CIA, und Lawrence Wilkerson, pensionierter Oberst der US-Armee und einst Stabschef des damaligen Außenministers Colin Powell. Ihre Einschätzungen sind teilweise drastisch, und nicht alles davon lässt sich belegen. Interessant ist das Gespräch trotzdem, weil es zeigt, was geschieht, wenn offizielle Erfolgserzählungen und materielle Tatsachen auseinanderlaufen. (https://youtubetotranscript.com/transcript?v=DnvOqe7zbeg)
Das Handwerkszeug: vier Griffe
Wer die Beispiele unten liest, wird immer wieder dieselben vier Griffe erkennen.
· Der erste ist die Umbenennung: Der Verlust bekommt den Namen einer Entscheidung.
· Der zweite ist die Verschiebung der Frage: Aus „Warum mussten wir gehen?“ wird „Warum haben wir uns entschieden zu gehen?“ Wer die zweite Frage beantwortet, hat die erste nie gestellt.
· Der dritte ist die Tilgung des Handelnden: Dinge „entstehen“, Abhängigkeiten „wachsen“, und niemand hat sie je beschlossen.
· Der vierte ist die bequeme Ursache: Eine Krise mit vielen Gründen bekommt den einen Grund zugewiesen, den man am liebsten hört. Alle vier haben dieselbe Funktion. Sie schützen eine bestimmte Erzählung vor ihrem Publikum, und dieses Publikum ist je nach Fall ein anderes: die Finanzmärkte, die Verbündeten, die Wähler oder der Gegner.
Bahrain: Wir gehen freiwillig
Wilkerson erinnert daran, dass der amerikanische Marinestützpunkt in Bahrain über Jahrzehnte ein Eckpfeiler der US-Präsenz am Persischen Golf war, und sagt sinngemäß, die USA würden nicht zurückkehren. Das lässt sich als strategische Entscheidung darstellen. Die Lage war aber eine andere. Laut dem Congressional Research Service, dem Forschungsdienst des US-Kongresses, wurde die Naval Support Activity Bahrain in den ersten Kriegstagen schwer getroffen. Iranische Raketen und Drohnen durchbrachen die Luftverteidigung und zerstörten das Kommandohauptquartier, zwei Satellitenterminals, Lagerhäuser und ein Dutzend weitere Gebäude. Ein US-Beamter, der nicht namentlich genannt wird, sagte, der Stützpunkt sei „fast zerstört“ gewesen. Seeleute und Angehörige wurden nach Norfolk in Virginia ausgeflogen. Die Reparatur würde mindestens 400 Millionen Dollar kosten.
Admiral Daryl Caudle, der ranghöchste Offizier der US-Marine, sagte dazu: „Wir kommen so schnell nicht wieder rein“ („We’re not getting back in anytime soon“) und fügte hinzu, er wolle da völlig ehrlich sein. Der amtierende Marineminister Hung Cao wurde noch deutlicher: Iran habe dort, in seinen Worten, alles in Stücke geschossen („blew the hell out of“).
Zwischen dieser Wortwahl und der Formel von der freiwilligen Entscheidung liegt der ganze Mechanismus. Wenn jemand nach einem Einbruch erklärt, er habe die Tür ohnehin offen lassen wollen, wird ihm nicht geglaubt; ihm soll auch gar nicht geglaubt werden. Er will, dass die Frage nicht „Wer ist eingebrochen?“ lautet, sondern „Was hat er sich dabei gedacht?“ Im Fall Bahrain ist das Publikum außerdem nicht nur die amerikanische Öffentlichkeit, sondern sind es die übrigen Golfstaaten. Wer dort Sicherheitsgarantien verkauft, kann den Verlust eines Stützpunktes kaum zugeben, ohne den Wert dieser Garantien zu beschädigen. Die Umbenennung schützt also nicht den Admiral, sondern das Bündnissystem.
Hormus: geschlossen und trotzdem ohne Einfluss?
Die Straße von Hormus gehört zu den wichtigsten Energieverkehrsadern der Welt. Am 28. Februar 2026 schloss sie Iran nach den Angriffen für Schiffe, die Israel oder den USA nahestehen. Seitdem übt Iran dort militärischen Druck aus. Am 1. Oktober wurde ein Supertanker mit 2,5 Millionen Barrel Ladekapazität acht Kilometer vor der Küste Omans getroffen und in Brand gesetzt. Die britische Behörde für die Sicherheit des Seeverkehrs (UKMTO) bestätigte den Vorfall. Die iranische Persian Gulf Strait Authority, über die die halbamtliche Agentur Fars berichtete, erklärte, mehrere Tanker seien in den vergangenen Tagen getroffen worden, die letzten drei im Besitz oder in Miete der Vereinigten Arabischen Emirate. Die New York Times meldete unter Berufung auf einen westlichen Sicherheitsbeamten, Iran fahre seit Anfang August wöchentlich etwa 30 Drohnen- und 10 Raketenangriffe auf Frachtschiffe, mindestens vier allein in den letzten zehn Tagen.
Eine saubere Formulierung muss hier genau sein: Iran „kontrolliert“ die Meerenge nicht in dem Sinn, dass nichts mehr durchkäme. Es kann aber den Verkehr gefährden, verteuern und umleiten, und genau das ist es, was für Versicherer, Reedereien und Regierungen zählt. Die Behauptung, Iran habe seinen Einfluss auf Hormus verloren, bedient sich einer Verschiebung des Maßstabs: Gemessen wird nicht, wer die Durchfahrt gefährden kann, sondern ob die Durchfahrt vollständig gesperrt ist. An diesem Maßstab würde auch jede Gegenbehauptung scheitern, und genau deshalb ist er so bequem. Für die iranischen Verlautbarungen gilt übrigens dasselbe wie für die amerikanischen: Auch sie sind Mitteilungen eines Akteurs, der seine Lage vorteilhaft darstellt. Ihr Wert liegt hier darin, dass unabhängige Stellen den Kern bestätigen.
Die Dieselkrise: die bequeme Ursache
Trump macht ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien maßgeblich für die weltweite Dieselknappheit verantwortlich. Dass solche Angriffe das Angebot beeinträchtigen können, ist nicht zu bestreiten. Aus einem Faktor aber die Erklärung zu machen, ist der vierte Griff. Gleichzeitig fallen im Nahen Osten Raffinerie- und Transportkapazitäten aus, Hormus ist zum Engpass geworden, und Europa und Asien konkurrieren um dieselben Mengen. Ein Fass Diesel, das nicht produziert oder verschifft werden kann, taucht nicht deshalb wieder auf, weil ein Regierungssprecher eine andere Ursache nennt. Wer wegen der Ukraine erklärt, beantwortet zugleich eine Frage, die sonst unbequem wäre: Welche Rolle spielt der eigene Krieg im Nahen Osten?
Die strategische Reserve: Leben auf Pump
Die USA greifen auf ihre Strategic Petroleum Reserve (SPR) zurück, die staatliche Notreserve an Rohöl, und haben weitere 40 Millionen Barrel angekündigt. Das ist für sich genommen kein Skandal; dafür gibt es eine Reserve. Der Skandal liegt in der Sprache. Nach Angaben der US-Regierung vom 25. September lag der Bestand bei 283,8 Millionen Barrel, dem niedrigsten Stand seit über 40 Jahren. Die Beratungsfirma Rapidan Energy, die auf Energiemärkte spezialisiert ist, schätzt, dass wegen der altersschwachen Anlagen nur etwa 200 Millionen Barrel tatsächlich abrufbar sind, genug für rund 40 Tage eines Ausfalls, wie ihn der Nahostkonflikt verursacht. Das Government Accountability Office, die Prüfbehörde des Kongresses, warnte schon im Mai, dass etwa ein Viertel der Reserve wegen verfallender Infrastruktur gar nicht mehr freigegeben werden könne. Die Reparatur würde rund 650 Millionen Dollar kosten, der Kongress hat 218 Millionen bewilligt.
Dazu kommt die Konstruktion: Es handelt sich offiziell nicht um einen Verkauf, sondern um einen Tausch. Die Unternehmen erhalten das Öl jetzt und müssen es später mit einem Aufschlag zurückgeben. Larry Johnson nennt das den Wimpy-Trick, nach der Figur aus den Popeye-Zeichentrickfilmen, die gern am Dienstag bezahlt, was sie heute isst, und nie bezahlt. Der Vergleich trifft, aber wichtiger ist die Funktion des Wortes. „Tausch“ sagt den Märkten, dass die Menge zurückkommt und der Preis deshalb nicht ins Bodenlose fallen muss. Es ist ein Wort, das Erwartungen steuert. Wer es benutzt, behauptet nicht, die Reserve sei voll, sondern sorgt dafür, dass niemand ausrechnet, wie klein der Puffer ist. Wer die Reserve leert, hat weniger Reserve, und das ist durch keine Formulierung zu ändern.
533 Millionen Dollar und die Granatenfrage
Die USA investierten 533 Millionen Dollar in eine Fabrik von General Dynamics in Mesquite, Texas, um die Produktion von 155-Millimeter-Artilleriegranaten zu steigern, auch für die Ukraine. Das Ergebnis laut dem Generalinspekteur des Verteidigungsministeriums vom Juli 2026: keine einzige verwendbare Granate. Aus der Türkei importierte Roboter fingen im Sommer 2024 wiederholt Feuer, sie bewegten auf etwa 1.800 Grad erhitzten Stahl. Eine Maschine, die den Stahl strecken sollte, riss ihn immer wieder ein, und Pressen mussten von Arbeitern mit Vorschlaghämmern bearbeitet werden. Ein früherer Angestellter, Quantel White, sagte: „Wir hatten keinerlei standardisierte Praxis. Es waren einfach ein paar Typen, die sich jede Nacht abwechselten, mit dem Vorschlaghammer auf die Maschine einzuschlagen.“ Ein anderer ehemaliger Arbeiter berichtete, nach dem zweiten, dritten, vierten Brand sei es fast normal geworden.
Bis August 2025 ordnete die Armee die Stilllegung von zwei der drei Produktionslinien an; General Dynamics hatte da acht Fristen verpasst. Zurückgeholt wurde von den 533 Millionen kein einziger Dollar. Die Armee will das Geld durch nicht näher bezifferte Rabatte auf künftige Aufträge wiedergewinnen.
Das ist hier die aufschlussreichste Geschichte, aber nicht, weil sie komisch ist. Sie ist keine Lüge, sondern zeigt, wie ein Beschaffungssystem funktioniert, in dem der Auftrag belohnt wird und nicht die Lieferung. Ein Krieg ist auch industrielle Mathematik: Wer ihn führen will, braucht Fabriken, Werkzeugmaschinen, Ersatzteile und Facharbeiter, die Munition in Massen herstellen. Mathematik lässt sich schlecht patriotisch motivieren. Und der Satz, die Armee habe „Rabatte“ vereinbart, ist wiederum die Umbenennung eines Verlusts: Aus einem Totalausfall wird ein Verhandlungsergebnis.
Die F-35 und die Hantelscheiben
Im Gespräch wird spöttisch erzählt, bei Kampfflugzeugen ohne das vorgesehene Radar habe man Hantelscheiben als Ballast eingebaut. Der Kern ist belegt. Der Leiter des F-35 Joint Program Office, Generalleutnant Gregory Masciello, bestätigte am 23. Juni 2026 vor dem US-Senat, dass das Marine Corps sechs Maschinen des Typs F-35B aus der Produktionscharge 17 ohne Radar erhalten hatte. In die Nase wurde Ballast eingebaut, um das Gewicht der fehlenden Technik auszugleichen und die Flugfähigkeit zu sichern. Der Grund: Die neuen Radare des Typs AN/APG-85 von Northrop Grumman verzögern sich, die Flugzeuge der Charge sind bereits darauf ausgelegt, das ältere AN/APG-81 passt nicht ohne Umbau. Bis die Radare da sind, frühestens 2028 in Serie, können die Maschinen nur für Grundlagen-Flugtraining dienen. Kampfeinsätze und volles Kampftraining sind ausgeschlossen.
Daraus folgt nicht, die F-35 sei insgesamt nutzlos; das wäre dieselbe Propaganda mit umgekehrtem Vorzeichen. Es folgt etwas anderes: Technologische Überlegenheit ist keine Eigenschaft, die ein Staat besitzt, sondern das Ergebnis funktionierender Lieferketten. Wer von „Überlegenheit“ spricht und die Lieferkette verschweigt, redet über ein Bild und nicht über eine Fähigkeit.
Europa und der Diesel: die Tilgung des Handelnden
Hier gilt es genau hinzusehen, denn hier arbeitet der dritte Griff, die Tilgung des Handelnden. Nach Daten des Marktbeobachters Kpler, der Schiffsbewegungen und Handelsströme auswertet, importierte die EU seit Anfang 2026 durchschnittlich etwa 580.000 Barrel Diesel pro Tag. Davon kamen rund 180.000 aus den USA, etwa 32 Prozent, gegenüber 17 Prozent im Jahr 2025. In Nordwesteuropa beträgt der US-Anteil rund 57 Prozent (im Vorjahr 37), und im August 2026 machte US-Diesel 62 bis 72 Prozent der britischen und niederländischen Importe aus.
Die gängige Formel lautet, diese Abhängigkeit „entstehe“ durch den Wegfall russischer Lieferungen. Russland war einst Europas größter externer Dieselversorger und deckte etwa die Hälfte der Importe. Aber dieser Wegfall war kein Naturereignis. Die EU hat den Bezug russischer Ölprodukte im Februar 2023 selbst per Embargo beendet. Die Abhängigkeit von amerikanischem Diesel ist also die Folge einer europäischen Entscheidung, und die Frage, wer sie getroffen hat und wem sie nützt, wird durch das Wort „Wegfall“ erst gar nicht gestellt. Wer in einer solchen Lage von „Verbündeten“ spricht, beschreibt nur einen Teil der Wirklichkeit: Im Energiemarkt konkurrieren auch Verbündete um dieselben knappen Mengen, und wer dabei den Preis bestimmt, ist keine Frage der Freundschaft.
Was daraus folgt, und was nicht
Ich behaupte nicht, „der Westen“ lüge und die Gegenseite sage die Wahrheit. Auch Johnson und Wilkerson spekulieren über iranische Absichten und über mutmaßliche False-Flag-Operationen, also Anschläge unter falscher Flagge, die dem Gegner angelastet werden. Was die beiden dazu sagen, ist nicht belegt, und ich stütze keine der hier genannten Beobachtungen darauf. Der Maßstab dieses Textes ist ein anderer: nicht, ob einzelne Sätze wahr oder falsch sind, sondern welche Aufgabe sie erfüllen. Die Aufgabe der Umbenennung ist immer dieselbe, nämlich eine Frage zu verhindern, ehe sie gestellt wird.
Die neue Definition des Sieges
Man kann zurückweichen und von Neuausrichtung sprechen. Man kann einen Stützpunkt verlieren und erklären, man habe sich entschieden, ihn nicht mehr zu nutzen. Man kann die Notreserve leeren und von einem Tausch reden, eine Fabrik ohne einziges brauchbares Produkt mit Rabatten abrechnen und die technologische Überlegenheit beschwören. Solange genügend Pressekonferenzen stattfinden, erzeugt jede dieser Formulierungen ihre eigene kleine Wirklichkeit.
Nur gibt es draußen noch eine andere Instanz. Sie liest keine Pressemitteilungen und hört keine Erklärungen. Sie besteht aus dem Ölpreis, den Tankerrouten, den Lagerbeständen, den Produktionszahlen, den Rollfeldern und den Fabriken. Wilkerson sagt am Ende des Gesprächs einen einfachen Satz: „Wir müssen aufwachen.“ Der Satz stimmt, aber er greift zu kurz. Aufwachen heißt nicht, die andere Erzählung zu glauben. Es heißt, bei jeder Formulierung zu fragen, welche Frage sie verhindern soll.
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Bildquelle: beast01 / shutterstock
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Quellenanhang
· Bahrain. Congressional Research Service, September 2026: Zerstörungen an der Naval Support Activity Bahrain, Reparaturkosten mindestens 400 Millionen Dollar. Admiral Daryl Caudle, Chief of Naval Operations: „We’re not getting back in anytime soon.“ Evakuierung von rund 1.500 Militärangehörigen und Angehörigen nach Norfolk, März 2026.
· Hormus. UK Maritime Trade Operations, Bestätigung des Vorfalls vom 1. Oktober 2026. Persian Gulf Strait Authority (über Fars), Erklärung vom 1. Oktober 2026. New York Times, Bericht unter Berufung auf einen westlichen Sicherheitsbeamten.
· Strategic Petroleum Reserve. US-Energieministerium, Bestand vom 25. September 2026: 283,8 Millionen Barrel. Rapidan Energy Group (nutzbar etwa 200 Millionen Barrel). Government Accountability Office, Mai 2026 (Reparatur rund 650 Millionen Dollar, bewilligt 218 Millionen).
· General Dynamics. US Army Contracting Command, Vertrag vom September 2023 (533 Millionen Dollar, Mesquite, Texas). Inspector General, Bericht vom Juli 2026. Stilllegung von zwei der drei Linien im August 2025.
· F-35. Generalleutnant Gregory Masciello, Aussage vor dem US-Senat am 23. Juni 2026.
· Diesel. Kpler, Daten für 2026 (EU 580.000 Barrel pro Tag, USA 180.000, 32 Prozent; 2025: 17 Prozent; Nordwesteuropa 57 Prozent, Vorjahr 37; August 2026 Großbritannien und Niederlande 62 bis 72 Prozent).
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Dirk Ellerbrock, Jahrgang 1946, ist Diplom-Sozialwissenschaftler. Nach Studien der Wirtschafts-, Politikwissenschaften und Sozialpsychologie arbeitete er viele Jahre in der Finanzwirtschaft, Unternehmensberatung und als Management-Coach.
Mitte der 1990er wandte er sich mystischen Traditionen zu – Advaita-Vedanta, Zen-Buddhismus, Taoismus, Tantra und christliche Mystik –, vertieft durch Stephen Wolinskys „Quantenpsychologie" und die Unterweisungen Ramesh Balsekars in Bombay. Er leitete Meditationsgruppen und veröffentlichte 2010 unter dem Pseudonym Manaschu sein erstes Buch, „Das Geheimnis ewigen Glücks – Texte zur Menschwerdung" (ISBN 978-3-8391-4517-3). 2026 entstand sein noch unveröffentlichtes zweites Buch, „Die Schlange der Moral – Gift und Gegengift", das moralisches Urteilen als strukturelle Gewaltform durchleuchtet.
Heute schreibt er regelmäßig politische und gesellschaftliche Kommentare, u. a. für apolut und auf seinem Substack: https://substack.com/@dirkellerbrock
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