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Geheimes Foltergefängnis der ASOW-Nazis in Kiew entdeckt | Von Rainer Rupp

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Als das „inoffizielle“ Gefängnis entdeckt und aufgebrachte Bürger es stürmen wollten, wurden sie von schwerbewaffneten, maskierten Killern der ukrainischen Asow-Nazi-Truppe zurückgedrängt. Dabei sollen Schüsse gefallen sein. Aber damit war die Sache nicht vorbei; die Nachricht machte die Runde und mehr Leute kamen, um gegen die Grausamkeiten zu demonstrieren, die im Keller des ganz normal aussehenden Hauses angeblich stattfanden. Schließlich kam sogar Kirill Budanow, der Leiter von Selenskijs Präsidialamt und früherer Chef des faschistischen Inlandsgeheimdienstes des herrschenden Regimes.

Und dann geschah etwas Unglaubliches. Es war Budanow wohl in der Hitze des Wortgefechts einfach aus dem Mund gerutscht: Um die Menschenenge zu beschwichtigen sagte er,

dieses inoffizielle Gefängnis sei doch nichts Besonderes, davon gebe es Dutzende im ganzen Land.

Aber der Reihe nach:

Die von anerkannten ukrainischen Medien glaubhaft bestätigte Entdeckung eines Foltergefängnisses für Deserteure, „Drückeberger“ und Andersdenkende im Dorf Petropawlowskaja Borschtschagowka in der Nähe von Kiew bestätigt einmal mehr die Unmenschlichkeit des faschistischen Regimes von Machthaber Selensky. Er ist der Mann - folgt man westlichen Narrativen -  der für uns im Westen in der Ukraine die Demokratie verteidigt, die von den Russen bedroht ist.

Ukrainischen Berichten zufolge sind allein in diesem Folterkeller in einem Monat mehrere Menschen zu Tode gequält worden, die anschließend als

„im Krieg verschollen“

gemeldet wurden. Die als verlässlich geltende Strana.ua-online hatte als eines der ersten ukrainischen Medien über die Entdeckung des Folterkellers berichtet. Am 2. November konnte man auch anderen ukrainischen Medien entnehmen, dass bewaffnete Männer im Keller eines Privathauses nahe Kiew etwa 40 Personen gefangen halten würden. Sofort alarmierte medizinische Rettungskräfte trafen umgehend am Ort des „inoffiziellen“ Foltergefängnisses ein, aber die bewaffneten und maskierten Männer verweigerten den Sanitätern den Zutritt.

Nachdem bekannt worden war, dass im Keller des Gebäudes zum Kriegsdienst zwangseingezogene Männer, sowie Soldaten, die ihre Einheit unerlaubt verlassen hatten unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten und gequält wurden, versammelten sich Hunderte Demonstranten vor dem „inoffiziellen“ Gefängnis und skandierten "Schande! Schande!" Diesmal war die Rede von 30 bis 40 Folteropfern. Offizielle Regierungsstellen sprachen später von 14 Gefangenen.

Der Protest eskalierte schließlich und Augenzeugen berichteten von Schüssen. Ukrainische Medien wie die Nachrichtenagentur UNIAN verbreiteten Videomaterial vom Ort des Geschehens, auf dem auch Schüsse zu hören sind.

Erst nach erheblichem öffentlichem Aufsehen durfte schließlich ein Rettungswagen vier männliche Personen mit schweren Misshandlungsspuren abholen – eine davon in kritischem Zustand. Auch ein 14-jähriger, total traumatisierter Junge wurde aus einer Folterkammer gerettet. Er war angeblich mit einer Schaufel malträtiert worden.

Bei den medizinischen Untersuchungen stellte sich heraus, dass bei einem der befreiten Männer die Wirbelsäule gebrochen war: Auch die anderen wiesen deutliche Spuren von schweren Misshandlungen auf. Nach Angaben von UNIAN wurden Aufnahmen des Geschehens von einer medizinischen Fachkraft bereitgestellt.

Diese verbrecherische Methode von inoffiziellen Gefängnissen in privaten Häusern, die zu Folterverhören genutzt wurden, war ursprünglich von der CIA nach 9/11 als Teil des US-„Krieges gegen den Terror“ eingeführt worden. Auch in vielen Ländern Europas, und dort besonders in Osteuropa, hatte die Agency ein regelrechtes Netzwerk von so genannten „Dark Sites“ eingerichtet. Das waren – wie jetzt im Dorf Petropawlowskaja Borschtschagowka bei Kiew entdeckt - inoffizielle Gefängnisse in Kellern harmlos aussehender Privathäuser. Diese „Dark Sites“ existierten offiziell nicht; sie waren nirgendwo in Akten registriert. Dort konnten verdächtige Gefangene gefoltert, ausgelöscht und spurlos entsorgt werden, ohne dass sie je die Chance hatten, einen Verwandten zu benachrichtigen oder einen Rechtsanwalt zu sehen.

Die Ähnlichkeit zwischen den „Dark Sites“ der CIA und den geheimen Foltergefängnissen der ukrainischen Sicherheitskräfte ist nicht zufällig. Seit dem gewaltsamen Umsturz der demokratisch gewählten Regierung in Kiew im Jahr 2014, der von der CIA und anderen US-Diensten mit 5 Milliarden US-Dollar vorbereitet worden war (laut Aussage der damaligen US-Außenministerin Allbright) ist die Ukraine die große Spielwiese der CIA geworden.

Das Hauptanliegen der Agency war dabei, die in der „neuen Ukraine“ dominierenden NAZI-Milizen, vom Typ Asow zu schlagkräftigen Einheiten mit Polizeibefugnissen umzuwandeln. Das würde ihnen dann erlauben, die innenpolitischen Gegner der regierungsoffiziellen anti-Terror-Operation gegen den Donbass und die anti-Russland-Politik der Regierung in Kiew auszuschalten, was auch gelungen ist.

Da die CIA eine lange Tradition der engen Zusammenarbeit mit Nazi- und faschistischen Terrorgruppen rund um die Welt hat, ist es nicht verwunderlich, wenn die Agenten der Agency besonders eng mit ukrainischen Nazi-Gruppen, vor allem mit deren Flaggschiff Asow zusammenarbeiten.

Über das, was so in den ukrainischen Folterkellen passiert hat uns Artjom Dmitruk, ein ehemaliger ukrainischer Parlamentsabgeordneter, der das Land inzwischen verlassen hat, berichtet. Dmitruk wörtlich:

"Die Menschen (Deserteure, Drückeberger und Andersdenkende“ werden entführt und dann gefoltert. Die einen werden als Kanonenfutter an Militäreinheiten verkauft, die anderen können von Verwandten freigekauft werden. Wer etwas schwächer ist, stirbt einfach an der Folter und an den Lebensbedingungen dort. Und so arbeitet heute das gesamte System der 'Mobilmachung."

Er fügte hinzu, dass seinen Informationen zufolge in dem gerade entdeckten Keller im letzten Monat mehrere Menschen zu Tode geprügelt worden seien. Wer auf diese Weise ums Leben kommt, werde meist als "verschollen" gemeldet – und so sei die Vorgehensweise in etwa einhundert Folterkammern, die über die ganze Ukraine verstreut seien.

Jetzt eine Frage an Sie, werte Leser.

Haben Sie in unseren deutschen Qualitätsmedien einen Aufschrei der Entrüstung über die Entdeckung der brutal gefolterten Opfer in geheimen Nazikellern gelesen oder gehört? Zudem wäre ein noch viel massiverer Protest von Politik und Medien angebracht angesichts des Eingeständnisses des Leiters von Selenskijs Präsidialamt, Kirill Budanow, dass es viele Dutzende dieser Folterstellen in der Ukraine gibt. Aber all das das wird von unseren Politikern und Medien weitgehend ignoriert. Vielleicht mal eine kleine Notiz hier oder da, aber das war`s dann auch: Weitergehen! Nicht stehen bleiben, hier gibt es nichts zu sehen! Denn die politischen und medialen Top-Leute in unserem armen Deutschland haben mal wieder messerscharf geschlossen, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.

Was wäre wohl die Reaktion dieser scheinheiligen Leute, wenn der Folterkeller in Russland entdeckt worden wäre?

Was diese unmenschliche Schweinerei in der Ukraine auf internationales Niveau heben müsste ist vor allem die Tatsache, dass der Präsidentenschauspieler Selensky davon gewusst haben muss. Kirill Budanow ist als Leiter von Selenskys Präsidialamt die „Rechte Hand“ von Selenskys. Er hat gezeigt, dass er genau über dieses geheime Folternetzwerk Bescheid weiß, und daher kann davon ausgegangen werden, dass auch Selensky im Bilde ist. 

Die einzige Person, die in der deutschen Politik das Thema aufgegriffen hat, ist die AfD-Ko-Vorsitzende Dr. Alice Weidel. Auch der finnische Politiker Armando Mema von der nationalkonservativen Partei Freiheitsallianz und der Anführer der französischen Partei Die Patrioten Florian Philippot haben ebenfalls öffentlich reagiert

  • Weidel etwa forderte eine Thematisierung der Foltergefängnisse in der Ukraine beim anstehenden Treffen mit Selensky in Berlin:
  • Philippot rief dazu auf, weitere Hilfstranchen an Kiew einzustellen:
"Und das hier bewaffnen und finanzieren wir?! Halt! Nicht ein Euro mehr, nicht eine Einheit französischer Rüstungsgüter mehr für die Ukraine!"

Und der Finne Mema warf der EU-Führung vor, derartige Skandale vorsätzlich totzuschweigen und zu vertuschen, womit er den Nagel auf den Kopf getroffen hat.

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Mir, Weißrussland - 10. Juli 2023: Folterkammer im Schloss Mir

Bildquelle: Vladimir Zhoga / Shutterstock.com


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