Die Transformation der NATO im Übergang von der unipolaren zur multipolaren Welt
Ein Meinungsbeitrag von Wolfgang Effenberger.
Eine Welt im Übergang
Zwischen Ende Oktober und Anfang November 2026 hat sich eine bemerkenswerte Häufung von Ereignissen beobachten lassen:
Die militärische Auseinandersetzung mit dem Iran verschärft sich erneut. In französischen Städten kommt es zu Aufruhr, Gewalt und Plünderungen; in mehreren europäischen Ländern werden die Steuerungssysteme von Lebensmittelkühlanlagen durch Cyberangriffe manipuliert. Wenig später werden auch Einrichtungen des französischen Blutspendedienstes zum Ziel von Angriffen auf ihre technischen Kühlsysteme. Auch in Deutschland führen bundesweit organisierte Gen-Z-Demonstrationen teilweise zu gewaltsamen Ausschreitungen. Großbritannien fordert seine Bevölkerung auf, sich auf mehrtägige Versorgungsunterbrechungen vorzubereiten. Gleichzeitig verändert sich die politische Mobilisierung durch digitale Netzwerke in anderen Teilen der Welt.
Zunächst scheinen diese Vorgänge wenig miteinander zu tun zu haben. Sie betreffen unterschiedliche Länder, Akteure und politische Konflikte. Doch sie weisen auf eine Entwicklung hin, die sicherheitspolitisch von erheblicher Bedeutung ist: Der Krieg der Gegenwart beschränkt sich immer weniger auf die unmittelbare militärische Auseinandersetzung zwischen Streitkräften.
Zunehmend geraten auch zivile Infrastruktur, wirtschaftliche Abläufe, Kommunikationssysteme, gesellschaftliche Stabilität und politische Entscheidungsprozesse in den Mittelpunkt strategischer Auseinandersetzungen.
Damit stellt sich eine grundsätzliche Frage: Erleben wir lediglich eine Häufung voneinander unabhängiger Krisen oder zeichnet sich bereits ein umfassenderes Konfliktgeschehen ab, in dem militärische, wirtschaftliche, technische und gesellschaftliche Dimensionen ineinandergreifen?
OMNIWAR – Der Krieg in allen Dimensionen (1)
Der Begriff OMNIWAR beschreibt einen Konflikt, dessen Wirkungsraum weit über das traditionelle militärische Schlachtfeld hinausgeht. Er umfasst die zunehmende Verflechtung militärischer, wirtschaftlicher, technologischer, informationeller, psychologischer und gesellschaftlicher Dimensionen.
Dabei geht es nicht allein um hybride Kriegführung im herkömmlichen Sinne. Vielmehr rückt die gesamte Funktionsfähigkeit einer Gesellschaft in den Blick: ihre Energie- und Lebensmittelversorgung, Kommunikationsnetze, industrielle Produktion, medizinische Infrastruktur, die politischen Entscheidungsprozesse und gesellschaftlichen Bindungen.
OMNIWAR wird in diesem Beitrag als analytischer Begriff verwendet, nicht als offizielle NATO-Doktrin. Er soll helfen, die verschiedenen Dimensionen eines möglichen umfassenden Konfliktgeschehens zusammenzuführen, ohne bereits eine gemeinsame Steuerung aller Ereignisse zu unterstellen.
Die entscheidende Frage lautet: Kann eine Gesellschaft destabilisiert werden, ohne dass ein klassischer militärischer Angriff stattfindet?
Der Krieg endet nicht am Rand des Schlachtfeldes
Die militärischen Entwicklungen im Nahen Osten bilden einen Teil dieses größeren geopolitischen Zusammenhangs. Die amerikanischen Angriffe auf iranische Ziele Anfang November 2026 erfolgten in einer innenpolitisch sensiblen Phase, unmittelbar im Umfeld der US-Zwischenwahlen. Die zeitliche Abfolge ist bemerkenswert, auch wenn die begrenzten Angriffe nicht mit dem Beginn eines neuen Krieges gleichgesetzt werden dürfen. Der Iran-Konflikt bestand bereits zuvor.
Entscheidend ist eine andere Beobachtung: Militärische Entscheidungen werden zunehmend in einem Umfeld getroffen, in dem innenpolitische Interessen, internationale Machtkonkurrenz und strategische Kommunikation miteinander verbunden sind.
Während die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf militärische Operationen gerichtet ist, entwickelt sich eine zweite, weniger sichtbare Konfliktebene: die Verwundbarkeit ziviler Gesellschaften.
Am 12. Oktober wurden französische Supermärkte von einer Angriffswelle auf ihre Kühlanlagen betroffen. Anfang November folgten Meldungen über vergleichbare Cyberangriffe in mehreren europäischen Ländern. Die Steuerungssysteme von Kühl- und Gefrieranlagen wurden teilweise so manipuliert, dass Lebensmittelbestände gefährdet oder vernichtet wurden. (2)
Am 4. November kam eine weitere Nachricht hinzu: Auch technische Kühl- und Überwachungssysteme von drei regionalen Einrichtungen des französischen Blutspendedienstes waren angegriffen worden. Die Blutkonserven selbst blieben unversehrt, weil Mitarbeiter rechtzeitig auf unabhängige Kühlsysteme auswichen. (3)
Das ist mehr als ein gewöhnlicher IT-Zwischenfall.
Lebensmittelversorgung und Gesundheitswesen gehören zu den grundlegenden Funktionen einer Gesellschaft. Ihre technische Verwundbarkeit kann in einer Krise erhebliche Folgen haben. Ein Angriff auf die Steuerung einer Kühlanlage muss nicht unmittelbar Menschenleben gefährden, um strategische Wirkung zu entfalten. Er kann wirtschaftliche Schäden verursachen, Lieferketten beeinträchtigen und das Vertrauen in die Versorgungssicherheit erschüttern.
Hier zeigt sich eine neue Qualität der Verwundbarkeit: Nicht erst Kraftwerke, militärische Einrichtungen oder Kommunikationszentren, sondern auch scheinbar unspektakuläre technische Systeme können zu Angriffszielen werden.
Die zivile Infrastruktur als strategisches Angriffsziel
Besonders aufschlussreich ist die technische Seite der Angriffe. Nach den vorliegenden Berichten waren teilweise ältere Fernwartungsverbindungen und unzureichend geschützte Steuerungssysteme betroffen. Wiederholt tauchten Anlagen des Herstellers Danfoss auf.
Daraus ergeben sich zwei unterschiedliche Möglichkeiten.
Erstens könnten Angreifer systematisch bekannte technische Schwachstellen ausnutzen. Ähnliche Systeme in verschiedenen Ländern würden dann unabhängig von einer umfassenden politischen Planung zum Ziel derselben Angriffsmethode.
Zweitens könnten die Angriffe Teil einer gezielten Sabotagestrategie sein, bei der die Lebensmittelversorgung bewusst als empfindlicher Bestandteil der europäischen Gesellschaft ausgewählt wurde.
Zwischen beiden Möglichkeiten liegt ein erheblicher Unterschied. Eine technische Angriffswelle ist nicht automatisch eine strategisch koordinierte Operation. Dafür müssten gemeinsame Täter, technische Spuren, Kommunikationsverbindungen, eine erkennbare Zielauswahl und entsprechende Absichten nachgewiesen werden.
Die bisherigen Ereignisse rechtfertigen deshalb eine intensive Untersuchung, aber noch keine abschließende Täterzuordnung.
Gleichwohl wird eine strategische Verwundbarkeit sichtbar, die weit über den konkreten Schaden hinausgeht. Wer die Versorgung einer Bevölkerung beeinträchtigen kann, verfügt über ein Druckmittel, das unter bestimmten Bedingungen auch politische Wirkung entfalten kann.
Die NATO denkt längst in gesamtgesellschaftlichen Kategorien
An dieser Stelle wird die NATO-Transformation zu einem wichtigen Bestandteil der Untersuchung.
Am 16. Juli 2026 veröffentlichte die NATO die Orientierungshilfe Guidance for Enhancing Public-Private Cooperation for Resilience. (4) Sie behandelt die Zusammenarbeit zwischen staatlichen Einrichtungen und privaten Unternehmen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit.
Dabei geht es ausdrücklich um Lebensmittel- und Wasserversorgung, Energie, Kommunikation, Gesundheitswesen, Transport und Logistik. Private Ressourcen und Produktionskapazitäten sollen in Krisen und Konflikten sowohl für die Bevölkerung als auch für die Streitkräfte verfügbar sein.
Die NATO-Grundanforderungen zur Resilienz vom 15. September 2026 konkretisieren diesen Ansatz. Sie umfassen unter anderem eine widerstandsfähige Lebensmittel- und Wasserversorgung, die Vorsorge für Massenverletzungen und Gesundheitskrisen sowie belastbare zivile Kommunikationssysteme.
Dahinter steht das Konzept eines Whole-of-Society Approach: Die Verteidigungsfähigkeit eines Staates wird nicht mehr ausschließlich an der Leistungsfähigkeit seiner Streitkräfte gemessen. Sie umfasst die Widerstandsfähigkeit der gesamten Gesellschaft.
Das ist eine grundlegende Veränderung des sicherheitspolitischen Denkens.
Die zivile Wirtschaft, private Unternehmen, Lieferketten, medizinische Einrichtungen und Kommunikationsnetze werden zu Bestandteilen nationaler und kollektiver Verteidigungsfähigkeit.
Das heißt natürlich nicht, dass die NATO hinter den gegenwärtigen Cyberangriffen steht oder diese verursacht hat. Eine solche Verbindung ist nicht belegt. Der Zusammenhang liegt zunächst auf einer anderen Ebene: Die NATO betrachtet genau jene gesellschaftlichen Bereiche als sicherheitsrelevant, deren Verwundbarkeit durch die aktuellen Angriffe sichtbar wird.
Von TRADOC zur gesamtgesellschaftlichen Kriegführung
Diese Entwicklung ist nicht erst 2026 entstanden. Sie lässt sich anhand der Veränderungen der amerikanischen Militärdoktrin schon länger verfolgen.
Bereits die TRADOC-Konzeption Force XXI Operations von 1994 (5) beschäftigte sich mit der Veränderung militärischer Operationsführung unter den Bedingungen technologischer und informationeller Überlegenheit.
Die Dekaden der Transition mittels Aufruhr (Turmoil), Krise (Crisis), Konflikt (Conflict) und Krieg (War). Die Werkzeuge für den Einstieg in diese Transition wurden gleich mitgeliefert: Die anderen Operationen als Krieg (OOTW). Wie der "Wolf im Schafspelz" als Wappen der britischen Fabian-Society bereits vor über 100 Jahren gewählt wurde, sollten Zivilunterstützung (Civil support), Friedensoperation (Peace Operation), Katastrophenhilfe (Disaster Relief), Aufstandsbekämpfung (Counterinsurgency) und Rüstungskontrolle (Arms Control) ... in den Krieg führen.
OOTW 1994–2014: Von der Einsatzdoktrin zur weltweiten Interventionspraxis
Das TRADOC-Papier Force XXI Operations vom 1. August 1994 beschreibt eine veränderte militärische Einsatzwirklichkeit nach dem Ende des Kalten Krieges. Es weist den Operations Other Than War (OOTW) eine zentrale Bedeutung zu und geht davon aus, dass künftige Einsätze der US Army zunehmend außerhalb klassischer zwischenstaatlicher Kriege stattfinden würden.
Die praktische Entwicklung bestätigt die wachsende Bedeutung dieses Ansatzes: Laut Department of the Army – Historical Summary, Fiscal Year 1994 nahmen die operativen Auslandseinsätze der US Army gegenüber der Zeit des Kalten Krieges um 300 Prozent zu. Allein 1994 waren Soldaten und zivile Mitarbeiter in mehr als 70 Ländern eingesetzt. Die Army wurde dabei sowohl für Kampfeinsätze als auch für OOTW herangezogen.
Der Fachartikel Training for the Future: Operations Other Than War von First Lieutenant Carolyn F. Belveal (1995) zeigt (6), wie diese neue Einsatzwirklichkeit systematisch in Ausbildung und operative Verfahren überführt wurde. In einem zehn Tage dauernden Übungsszenario in Hohenfels entfielen zunächst vier Tage auf OOTW, bevor der Übergang zum konventionellen Gefecht erfolgte. Kontrollpunkte, Beobachtungsposten, Informationsgewinnung, die Unterstützung der Bevölkerung und die Zusammenarbeit mit zivilen Akteuren gehörten zum Ausbildungskonzept.
Damit wird eine entscheidende Entwicklung sichtbar: OOTW war nicht lediglich eine theoretische Erweiterung militärischer Aufgaben. Die weltweite Einsatzpraxis nahm zu, während gleichzeitig Ausbildung, Aufklärung und operative Planung auf diese neue Form militärischer Präsenz ausgerichtet wurden.
Zwischen 1994 und 2014 lässt sich in mehreren Konfliktregionen eine wiederkehrende Eskalationsfolge erkennen: politische Destabilisierung, internationale Krisenintervention, friedenssichernde oder humanitäre Maßnahmen und schließlich militärische Gewaltanwendung. Zu untersuchen wäre als Fallstudienreihe:
Bosnien – Kosovo – Irak – Afghanistan – Libyen – Syrien – Ukraine.
Vor allem wäre die Frage zu klären: Wem nützten die Ergebnisse geopolitisch?
Mit der Doktrin Win in a Complex World 2020–2040 (7) vom Herbst 2014 wurde das Konfliktverständnis weiterentwickelt. Militärische Auseinandersetzungen wurden zunehmend in einem komplexen politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und technologischen Umfeld betrachtet.
Die Überarbeitung von 2018 verstärkte die Ausrichtung auf die strategische Konkurrenz mit China und Russland. Dabei ging es nicht allein um die militärische Bekämpfung gegnerischer Streitkräfte, sondern auch um die Fähigkeit, gegnerische Systeme zu erkennen, zu beeinflussen und zu destabilisieren.
Diese Entwicklung muss man im Zusammenhang mit den gegenwärtigen Veränderungen der amerikanischen Streitkräfte und der NATO betrachten.
Der Operationsraum wird umfassender. Er schließt neben den klassischen militärischen Dimensionen zunehmend den Cyberraum, den Informationsraum, die Wirtschaft und gesellschaftliche Strukturen ein.
Damit verschiebt sich auch die Grenze zwischen Krieg und Frieden. Konflikte können unterhalb der Schwelle eines erklärten Krieges ausgetragen werden, ohne dass die betroffene Bevölkerung sie unmittelbar als Teil einer militärischen Auseinandersetzung erkennt.
Die entscheidende Veränderung besteht darin, dass die Gesellschaft nicht mehr nur das Umfeld militärischer Operationen bildet. Sie kann selbst zum Gegenstand solcher Operationen werden.
Deutschland: Wer organisiert die Gen-Z-Proteste?
In diesen Zusammenhang gehören auch die bundesweiten Gen-Z-Demonstrationen vom 31. Oktober 2026.
Zunächst konnte der Eindruck entstehen, es handele sich um eine spontane Jugendbewegung, die sich gleichzeitig in zahlreichen Städten artikulierte. Die inzwischen vorliegenden Recherchen werfen jedoch zusätzliche Fragen auf.
Die BILD-Zeitung berichtet bereits am 30. Oktober 2026 über den 18-jährigen Akram Selo, der Protestveranstaltungen in 20 Städten angemeldet haben soll. (8) Die Zeitung nennt dabei eine Größenordnung von bis zu 142.000 erwarteten Teilnehmern.
Anstelle einer Privatanschrift erscheint eine Schweizer Firma, die JL Consulting GmbH in Altendorf. Weitere Recherchen führen nach Niedersachsen zu einem gleichaltrigen Mann, der als Grafikdesigner tätig gewesen sein soll.
Die BILD-Recherche wirft Fragen nach den tatsächlichen organisatorischen und wirtschaftlichen Hintergründen auf. Auch die Gewerkschaft der Polizei verlangt Aufklärung.
Kritische Analyse der Krawallnacht in Frankfurt
Nach wiederholten Angriffen mit Pyrotechnik und Steinwürfen löste die Polizei die Frankfurter Versammlung auf. Später kam es zu Plünderungen, Sachbeschädigungen und weiteren Angriffen auf Einsatzkräfte.
Wenn sich Gruppen erst nach der Auflösung einer Demonstration bilden, Geschäfte gezielt angreifen und dabei eine allgemeine Eskalation ausnutzen, muss untersucht werden, ob es eine vorherige Verabredung gab. Dafür wären Chatverläufe, Kommunikationsdaten, Videoaufnahmen, zeitliche Bewegungsmuster und die Verbindungen zwischen den identifizierten Tatverdächtigen relevant.
Auf Anfrage von Apollo News (9) teilte die Frankfurter Polizei mit, dass 54 Männer festgenommen wurden , ein 18-jähriger Syrer sitze wegen Waffendiebstahls in Untersuchungshaft. rund drei Viertel haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, teils neben der deutschen, verletzt wurden 180 Einsatzkräfte; Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) schätzt den Anteil der Randalierer mit Migrationshintergrund auf 80 bis 90 %. Was sagen diese Zahlen tatsächlich über die Zusammensetzung, die Dynamik und die Ursachen der Ausschreitungen aus?
Die Zahlen belegen eine erhebliche Beteiligung von Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit unter den bislang identifizierten Tatverdächtigen. Sie erlauben aber noch keine repräsentative Aussage über sämtliche Beteiligten der Krawallnacht.
Die Polizei und Innenminister Poseck gingen zunächst von etwa 1.000 bis 1.500 gewaltbereiten Störern aus. Dem stehen 55 bislang ermittelte Tatverdächtige gegenüber. Poseck hat gegenüber der FAZ erklärt, er habe den Migrationshintergrund von ca. 80 % der gewaltbereiten Störer anhand der Gesichter von Menschen mit Molotowcocktails eingeschätzt. Das ist seine Wahrnehmung, aber keine statistisch belastbare Erhebungsmethode. Die Größenordnung kann zutreffen, ist aber mit den veröffentlichten Zahlen noch nicht nachgewiesen.
Besonders aufschlussreich ist die erste polizeiliche Lageeinschätzung vom 1. November.
Die Polizei unterschied ausdrücklich zwischen zwei Gruppen:
Einer kleineren Gruppe, die gegen Ende der Demonstration gewalttätig wurde.
Einer weiteren Gruppe, die später in der Innenstadt randalierte und Geschäfte plünderte.
Nach Aussage des Einsatzleiters handelte es sich bei der zweiten Gruppe überwiegend um junge Männer mit Migrationshintergrund, die der Polizei teilweise bereits bekannt waren.
Polizeipräsident Stefan Müller erklärte, bei diesen Personen sei zunächst eher von einem erlebnisorientierten Milieu ausgegangen worden. Ein politisches Motiv sei bei ihnen nicht erkennbar gewesen. (10)
Das ist eine wichtige Differenzierung: Nicht jede Gewalt im Umfeld einer politischen Demonstration muss politisch motivierte Gewalt sein – diese kann auch hineingetragen werden.
Auch der Hessische Innenminister sprach von einer Verbindung unterschiedlicher Gewaltmilieus: Linksextremisten und gewaltorientierte junge Menschen mit Migrationshintergrund. (11)
Drei Fragen sind entscheidend:
- Wer sind die Tatverdächtigen? Die Herkunftsstruktur ist sicherheitspolitisch relevant und muss benannt werden, ohne pauschal Menschen mit Migrationshintergrund verantwortlich zu machen.
Der Autor kann sich kaum vorstellen, dass Menschen, die hier in diesem freien Land Zuflucht gefunden und Teil dieses in der Welt einmaligen Sozialsystems geworden sind, sich nun gegen dieses Land erheben. Hier muss der Frage nachgegangen werden: wem nutzen diese Ausschreitungen, welches Ziel haben diese Drahtzieher? - Welche Milieus treffen aufeinander? Politische Extremisten und nicht erkennbar politisch motivierte Gewalttäter sind zu unterscheiden. Ihr gemeinsames Auftreten beweist keine gemeinsame Organisation.
- Gibt es überregionale Koordination? Ähnliche Eskalationen in mehreren Städten lassen gemeinsamen Mobilisierungskanäle und gezielte Steuerung vermuten.
Entscheidend ist, lokale Eskalationen von möglicherweise koordinierten überregionalen Vorgängen zu unterscheiden.
Die untersuchten TRADOC-Kategorien Turmoil – Crisis – Conflict – War bieten ein Raster, mit dem sich Eskalationsprozesse untersuchen lassen. Sie sind aber kein Beweis dafür, dass die Frankfurter Ausschreitungen Teil einer solchen Strategie sind.
Die wissenschaftlich interessante Frage lautet vielmehr:
Lassen sich wiederkehrende Muster gesellschaftlicher Destabilisierung erkennen, und wenn ja, wer erzeugt, verstärkt, nutzt oder steuert diese Muster?
Dazu ist zu untersuchen: das tatsächliche Ereignis, die sozialen und politischen Ursachen, die mögliche organisatorische Vernetzung, die strategische Nutzung der entstandenen Krise.
Die heutige Entwicklung vor allem in Frankreich und Deutschland hat schon 2008 ein US-General vorhergesehen:
CIA-Direktor Michael Hayden warnt vor sozialen Unruhen in Europa
In seiner Landon Lecture an der Kansas State University sprach General Haydern am 30. April 2008 tatsächlich über demografische Veränderungen, Migration, gesellschaftliche Spannungen, Extremismus und das Risiko sozialer Unruhen. (12) Besonders bemerkenswert ist, dass er die daraus entstehenden gesellschaftlichen Spannungen ausdrücklich auch auf Europa bezog.
- Die am schnellsten wachsende Minderheit in Europa bestehe aus Menschen, die aus überwiegend muslimisch geprägten Ländern eingewandert seien, sowie deren Nachkommen.
- Er nennt damals geschätzte fünf Millionen Menschen muslimischer Herkunft in Frankreich, drei Millionen in Deutschland und knapp zwei Millionen in Großbritannien.
- Für die Europäische Union insgesamt beziffert er die Zahl auf rund 16 Millionen beziehungsweise etwas mehr als drei Prozent der Bevölkerung.
- Er verweist auf eine höhere Geburtenrate dieser Bevölkerungsgruppe gegenüber der übrigen europäischen Bevölkerung.
Der entscheidende Abschnitt steht in Absatz 50 seiner Rede. Hayden formuliert:
„Die gesellschaftliche Integration von Einwanderern wird für viele Aufnahmeländer eine erhebliche Herausforderung darstellen und damit erneut das Potenzial für Unruhen und Extremismus erhöhen.“
Hayden stellt hier ausdrücklich einen Zusammenhang her zwischen Zuwanderung aus wirtschaftlich schwachen Regionen, Schwierigkeiten bei der gesellschaftlichen Integration und einem steigenden Risiko sozialer Unruhen und extremistischer Entwicklungen.
Er erklärt, dass die beschriebenen demografischen Veränderungen zur zunehmenden Komplexität der Sicherheitsbedrohungen beitragen würden, mit denen sich die USA in den kommenden Jahrzehnten auseinandersetzen müssten.
Die sicherheitspolitische Vorausschau der USA erfasste bereits 2008 mögliche innere Destabilisierungsprozesse in Europa.
Großbritannien: Die Bevölkerung soll sich auf Krisen vorbereiten
Ein weiterer Baustein ist die britische Vorsorgepolitik.
Die britische Regierung empfiehlt ihrer Bevölkerung, Vorsorge für mindestens drei Tage möglicher Versorgungsunterbrechung zu treffen. Dazu gehören Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, Batterien, Taschenlampen, ein batteriebetriebenes Radio, eine Powerbank und wichtige Dokumente. (13)
Die Empfehlung wird mit unterschiedlichen Krisenszenarien begründet, darunter Extremwetter und Cyberangriffe. Sie ist keine konkrete Ankündigung eines bevorstehenden Krieges.
Dennoch ist die zeitliche und inhaltliche Parallelität bemerkenswert: Während die NATO die Widerstandsfähigkeit ziviler Infrastruktur und die Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen systematisch ausbaut, wird die Bevölkerung unmittelbar auf mögliche Versorgungsausfälle vorbereitet.
Das sind unterschiedliche Ebenen derselben sicherheitspolitischen Entwicklung.
Die entscheidende Frage ist, wie weit diese Vorsorge bereits in die gesellschaftliche Realität hineinreicht und ob die Bürger ausreichend über die tatsächlichen Risiken informiert werden.
Eine Gesellschaft kann nur dann widerstandsfähig sein, wenn sie nicht nur auf Anweisungen wartet, sondern die Zusammenhänge versteht und eigenständig handeln kann.
Brasilien: Der politische Konflikt im digitalen Raum
Dass die gesellschaftliche Auseinandersetzung längst auch über digitale Netzwerke geführt wird, zeigt ein anderer Vorgang: die politische Mobilisierung in Brasilien.
Die Wahlauseinandersetzung zwischen Luiz Inácio Lula da Silva und Flávio Bolsonaro wurde von einer erheblichen digitalen Mobilisierung begleitet. Der WhatsApp-Kanal „Lula's Army“ erreichte nach BBC-Berichten 10,8 Millionen Follower. Organisiert wurde die Kampagne von dem Abgeordneten André Janones.
Die Größenordnung zeigt, welche Bedeutung digitale Kommunikationsstrukturen inzwischen für politische Mobilisierung und Meinungsbildung besitzen.
Dabei muss man auch hier zwischen Reichweite und tatsächlicher Wirkung unterscheiden. Die Zahl der Follower ist nicht mit der Zahl aktiver politischer Akteure gleichzusetzen. Ebenso wenig lässt sich daraus allein ableiten, welchen Einfluss die Kampagne auf den Wahlausgang hatte.
Auch die anschließende Ausreise Flávio Bolsonaros in die USA wirft politische Fragen auf. Ein Nachweis für eine geheimdienstliche Schutzoperation liegt jedoch nicht vor.
Der brasilianische Fall gehört deshalb nicht als vermeintlicher Beweis einer gemeinsamen internationalen Operation in diese Untersuchung. Er zeigt vielmehr eine weitere Dimension des modernen Konfliktraums: die zunehmende Bedeutung digitaler Netzwerke für politische Machtbildung, Gegenmobilisierung und gesellschaftliche Polarisierung. (14)
Ein Drehbuch oder eine strategische Konvergenz?
Kommen wir zur entscheidenden Frage: Gibt es einen gemeinsamen Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen?
Die zeitliche Häufung der Ereignisse legt eine solche Vermutung nahe. Doch eine geopolitische Analyse muss weitergehen als die bloße Zusammenstellung auffälliger Gleichzeitigkeit.
Ich würde drei Hypothesen unterscheiden:
Erste Hypothese: Koinzidenz.
Die Ereignisse sind überwiegend voneinander unabhängig. Sie haben unterschiedliche Ursachen und ergeben erst durch ihre zeitliche Nähe den Eindruck eines gemeinsamen Geschehens.
Zweite Hypothese: Strategische Konvergenz.
Unterschiedliche Akteure verfolgen eigene Interessen, nutzen aber ähnliche technische, gesellschaftliche und politische Verwundbarkeiten. Ihre Aktivitäten können sich gegenseitig verstärken, ohne dass eine gemeinsame Kommandozentrale existiert.
Dritte Hypothese: Strategische Koordination.
Einzelne Ereignisse werden bewusst miteinander verbunden oder operativ abgestimmt, um eine übergeordnete politische oder militärische Wirkung zu erzielen.
Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand erscheint die zweite Hypothese am tragfähigsten.
Die Cyberangriffe bilden einen erkennbaren Angriffskomplex. Die bundesweite Mobilisierung der Gen-Z-Proteste war organisiert und weist ungeklärte personelle und organisatorische Hintergründe auf. Die NATO entwickelt gleichzeitig ihre gesamtgesellschaftlichen Resilienzkonzepte weiter. Die militärische Eskalation im Nahen Osten und die digitale politische Mobilisierung in Brasilien gehören in den größeren geopolitischen Kontext.
Was bislang fehlt, ist der Nachweis einer gemeinsamen Steuerung all dieser Vorgänge.
Das ist keine nebensächliche Einschränkung, sondern die entscheidende Grenze zwischen einer belastbaren Analyse und einer vorgefertigten Erzählung.
Die eigentliche geopolitische Dimension: Der Übergang zur multipolaren Welt
Die gegenwärtigen Entwicklungen lassen sich nicht losgelöst von der internationalen Machtverschiebung betrachten.
Die seit 1990 bestehende amerikanisch dominierte Weltordnung gerät zunehmend unter Druck. China, Russland und weitere Staaten beanspruchen eine eigenständige Rolle in der internationalen Ordnung. Die Auseinandersetzung zwischen unipolaren und multipolaren Ordnungsvorstellungen prägt inzwischen zahlreiche Konflikte.
In einer solchen Übergangsphase gewinnen militärische, wirtschaftliche und informationelle Machtmittel gleichermaßen an Bedeutung.
Die militärische Überlegenheit allein garantiert keine politische Stabilität mehr. Technologische Abhängigkeiten, wirtschaftliche Verwundbarkeit, gesellschaftliche Polarisierung und die Kontrolle über Informationsströme können zu ebenso wichtigen Faktoren internationaler Macht werden.
Damit verändert sich auch die Bedeutung Europas.
Europa ist nicht nur geografischer Raum zwischen den großen Machtzentren. Es ist selbst ein strategischer Wirtschafts-, Technologie- und Operationsraum. Seine Energieversorgung, seine industrielle Basis, seine Verkehrswege, seine digitalen Netze und seine gesellschaftliche Stabilität werden zu sicherheitspolitischen Größen.
Die NATO reagiert auf diese Entwicklung mit einer stärkeren Einbindung ziviler und privater Ressourcen in die Verteidigungsplanung.
Die Frage ist: Wie lässt sich die notwendige Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft stärken, ohne die Grenzen zwischen ziviler Lebensordnung und militärischer Planung immer weiter aufzulösen?
Die Bevölkerung darf nicht nur als Ressource einer umfassenden Verteidigungsstrategie betrachtet werden. Sie muss zugleich Trägerin demokratischer Entscheidungsfreiheit bleiben.
Was jetzt untersucht werden muss
Aus den bisherigen Erkenntnissen ergeben sich konkrete Untersuchungsfragen.
Bei den Cyberangriffen muss geklärt werden, ob dieselben technischen Schwachstellen, Werkzeuge und Tätergruppen hinter den Angriffen auf Lebensmittel- und Gesundheitseinrichtungen stehen. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen der Ausnutzung gleichartiger technischer Verwundbarkeiten und einer gezielten grenzüberschreitenden Sabotageoperation.
Bei den Gen-Z-Protesten sind die tatsächlichen Anmelder, Finanzierungswege, organisatorischen Verbindungen und digitalen Kommunikationsstrukturen aufzuklären. Ebenso muss untersucht werden, ob zwischen der bundesweiten Mobilisierung und den gewaltsamen Ausschreitungen operative Verbindungen bestanden.
Bei der NATO-Transformation ist zu prüfen, welche Konsequenzen die Einbindung ziviler Infrastruktur und privater Unternehmen in die Verteidigungsplanung für die demokratische Kontrolle und die gesellschaftliche Selbstbestimmung hat.
Und schließlich muss die geopolitische Dimension berücksichtigt werden: Welche Machtverhältnisse verändern sich durch diese Entwicklungen? Wem nützt eine geschwächte europäische Versorgungssicherheit? Welche Akteure können aus gesellschaftlicher Polarisierung und politischer Instabilität strategische Vorteile ziehen?
Das sind keine Fragen, die sich durch Vermutungen beantworten lassen. Sie verlangen Dokumente, technische Untersuchungen, überprüfbare Verbindungen und eine sorgfältige Rekonstruktion der Ereignisse.
Die Gesellschaft ist längst Teil des Konfliktraums
Vielleicht liegt die eigentliche Bedeutung der gegenwärtigen Ereignisse nicht darin, dass hinter ihnen ein einziges, zentral gesteuertes Drehbuch steht.
Möglicherweise ist die Entwicklung noch grundsätzlicher: Die Grenzen zwischen militärischem und zivilem Raum, zwischen Krieg und Frieden sowie zwischen äußerer Bedrohung und innerer Destabilisierung werden zunehmend durchlässig.
Ein Cyberangriff auf eine Kühlanlage kann die Lebensmittelversorgung beeinträchtigen. Eine digitale Kampagne kann politische Mobilisierung in Millionenhöhe erzeugen. Eine Demonstration kann von gewaltbereiten Gruppen für eigene Zwecke genutzt werden. Eine Störung kritischer Infrastruktur kann wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgewirkungen entfalten. Und eine militärische Krise kann die gesamte europäische Sicherheitsordnung unter Druck setzen.
Nicht jedes dieser Ereignisse muss Teil derselben Operation sein, um in seiner Gesamtheit eine strategische Wirkung zu entfalten.
Genau darin liegt die Herausforderung einer geopolitischen Analyse: Nicht vorschnell eine zentrale Regie zu behaupten, aber ebenso wenig die strukturellen Zusammenhänge zu übersehen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr allein, wo der nächste Krieg geführt wird.
Ist unsere Gesellschaft noch das zu schützende Umfeld militärischer Auseinandersetzungen – oder ist sie längst selbst zu einem Operationsraum geworden?
Wer diese Frage beantworten will, muss nicht nur die Bewegungen der Streitkräfte beobachten. Er muss auch die technischen Systeme der Versorgung, die politischen Netzwerke, die Informationsströme und die gesellschaftlichen Veränderungen untersuchen.
Denn der Krieg der Zukunft beginnt möglicherweise nicht erst dort, wo geschossen wird. Er kann dort beginnen, wo eine Gesellschaft ihre Fähigkeit verliert, sich selbst zu versorgen, sich selbst zu verstehen und über ihre eigene Zukunft zu entscheiden.
+++
Anmerkungen und Quellen
Wolfgang Effenberger, Jahrgang 1946, erhielt als Pionierhauptmann bei der Bundeswehr tiefere Einblicke in das von den USA vorbereitete "atomare Gefechtsfeld" in Europa. Noch vor Ende einer zwölfjährigen Dienstzeit studierte er in München abends Politikwissenschaften, anschließend Höheres Lehramt (Bauwesen/Mathematik). Bis 2000 unterrichtete er an der Fachschule für Bautechnik. Seitdem recherchiert und publiziert er zur jüngeren deutschen Geschichte sowie der US-Geopolitik und engagiert sich national wie international für den Frieden.
Zuletzt erschienen vom ihm:
- „Schwarzbuch EU & NATO“ (2020)
- "Die unterschätzte Macht" (2022)
- "Vom Krieg zur Weltordnung" (Juni 2026)
- "Der Kalte Geist des Krieges " (Oktober 2026)
+++
1) Wolfgang Effenberger: Der kalte Geist des Krieges Strategie der Unausweichlichkeit. Swalmen/NI 2026, hier Kapitel Die militärischen Komponenten S. 154-174
5) Department of the Army: Force XXI Operations, 1. August 1994, https://history.army.mil/portals/143/Images/Publications/catalog/101-25.pdf?
6) Training for the Future: Operations Other Than War, von First Lieutenant Carolyn F. Belveal, erschienen im militärischen Fachjournal Military Intelligence Professional Bulletin, Ausgabe 4/1995.
7) https://ntrl.ntis.gov/NTRL/dashboard/searchResults/titleDetail/ADA611359.xhtml?
10) https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/krawalle-frankfurt-polizei-bilanz-100.html?
12) https://www.k-state.edu/landon/speakers/michael-hayden/transcript.html
13) https://beready.campaign.gov.uk/be-ready-for-emergencies/
14) https://www.bbc.com/news/articles/cwz0vg4v3ndeo
+++
Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.
+++
Bild: Paris, 8.10.2026: Polizei interveniert bei städtischen Unruhen am Rande der Schülerproteste
Bildquelle: AnbieterPierre Laborde / shutterstock
+++
Ihnen gefällt unser Programm? Machen wir uns gemeinsam im Rahmen einer "digitalen finanziellen Selbstverteidigung" unabhängig vom Bankensystem und unterstützen Sie uns bitte mit der:
Spenden-Kryptowährung „Nackte Mark“: https://apolut.net/unterstuetzen/#nacktemark
oder mit
Bitcoin: https://apolut.net/unterstuetzen#bitcoin
Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie hier: https://apolut.net/unterstuetzen/
+++
Bitte empfehlen Sie uns weiter und teilen Sie gerne unsere Inhalte in den Sozialen Medien. Sie haben hiermit unser Einverständnis, unsere Beiträge in Ihren eigenen Kanälen auf Social-Media- und Video-Plattformen zu teilen bzw. hochzuladen und zu veröffentlichen.
+++
Abonnieren Sie jetzt den apolut-Newsletter: https://apolut.net/newsletter/
+++
Unterstützung für apolut kann auch als Kleidung getragen werden! Hier der Link zu unserem Fan-Shop: https://harlekinshop.com/pages/apolut